Verwendung von WordPress Persistent Object Caching

Beim Caching gibt es zwei Haupttypen: Seiten- und Objekt-Caching. Bei DIHOST ist das Seiten-Caching bereits für alle Webhosting-Pakete aktiviert, während das Objekt-Caching manuell eingerichtet werden muss. In diesem Artikel werden wir uns eingehend mit dem Zwischenspeichern von Objekten befassen und erklären, wie Du deine WordPress-Seite konfigurierst.

Bevor wir beginnen, werfen wir einen kurzen Blick auf das Objekt- und Seiten-Caching.

Was ist Seiten-Caching?

In einfachen Worten, bezieht sich das Zwischenspeichern von Seiten auf den Prozess des Erstellens statischer Versionen deines Inhalts bzw. deiner (dynamischen) Webseite und dessen Bereitstellung für Besucher. WordPress ist meistens dynamisch. Der Inhalt jeder einzelnen Seite wird zum Zeitpunkt der Anfrage des Besuchers erstellt, und das ist eine Menge Arbeit.

Stelle Dir vor, Hunderte von Besuchern versuchen, deine Webseite zu öffnen: Ohne Caching muss der Server jede Anfrage (gleichzeitig oder einzeln) verarbeiten, indem er viele Ressourcen wie CPU-Leistung oder Speicher verwendet und so eine sehr hohe Auslastung des Servers erzeugt.

Hier kann das Caching dazu beitragen, die Belastung des Servers zu verringern. Durch Aktivieren des Seiten-Caching auf dem Server wird eine statische Kopie des Ergebnisses/der Seite gespeichert, die zuvor auf dem Server generiert wurde, und an alle nächsten Besucher ausgeliefert, die dieselbe Seite anfordern. Das Zurückgeben einer statischen Kopie an alle neuen Besucher erfordert fast keine Serverressourcen, sodass der Server mehr Besucher gleichzeitig bedienen oder andere Anfragen schneller verarbeiten kann.

Was ist Objekt-Caching?

Anders als beim Seiten-Caching, bei dem eine statische Kopie einer dynamisch erstellten Seite an neue Besucher zurückgegeben wird, um zu verhindern, dass der Server die Seite immer wieder generiert, ist das Objekt-Caching ein Prozess, bei dem Datenbankergebnisse zwischengespeichert werden, um sie jederzeit zurückzugeben, ohne erneut die Datenbank zu belasten.

Die Datenbank enthält alle deine WordPress-Konfigurationen, Seiten, Beiträge und andere Daten (außer Bildern und ähnlichen statischen Inhalten). Bei jedem Laden der Seite werden diese Daten durch Abfragen der Tabellen in der Datenbank abgerufen. Abfragen können sich stapeln und auf Webseiten zu starken Verzögerungen führen, wenn zu viele Abfragen gleichzeitig ausgeführt werden.

Das Objekt-Caching nimmt diese (wiederholten) Abfragen entgegen und speichert die Ergebnisse in einem sogenannten Objekt-Cache (Zwischenspeicher). Dies beschleunigt den Vorgang, sodass der Server nicht immer wieder ein neues Ergebnis generieren muss.

So aktivierst Du das Objekt-Caching in WordPress

Es wird empfohlen, das „persistente“ Zwischenspeichern von Objekten (persistent object caching) in WordPress zu verwenden, wenn Du viele Inhalte hast oder wenn Du versuchst, deine Webseite zu skalieren. Wir werden nicht nur die in WordPress integrierte Funktion zum Zwischenspeichern von Objekten aktivieren, sondern auch eine externe Caching-Lösung verwenden, mit deren Hilfe der Objekt-Cache zwischen Anforderungen beibehalten werden kann.

Einige beliebte Anwendungen zum Zwischenspeichern persistenter Objekte sind Redis und Memcached. In diesem Artikel wird die Verwendung von Memcached beschrieben, da es bei allen DIHOST-Cloud-Paketen verfügbar ist.

Memcached ist ein leistungsstarkes Objekt-Caching-System. Es speichert Datenobjekte im Arbeitsspeicher. Aufgrund seiner speziellen Entwicklung für das Objekt-Caching für Webseiten ist es die schnellste Lösung für das Objekt-Caching.

Es gibt viele Cache-Plugins auf dem Markt, von denen die meisten Memcached unterstützen, wie zum Beispiel W3 Total Cache. Wenn nicht bereits installiert, installiere W3 mithilfe des WordPress-Plugin-Installers. Navigiere anschließend zur Registerkarte General Settings in den W3 Einstellungen, und wähle Memcached aus der Dropdown-Liste im Abschnitt Page Cache aus.

Speichere die Änderungen und Du bist fertig.

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